Geschichte des T`aekkyon
    T`aekkyon ist eine eigenständige Kampfkunst der bloßen Hände, die das koreanische Volk seit Urzeiten entwickelt hat. Man kann sagen, dass es die Urform sämtlicher bis in die Gegenwart überlieferter koreanischer Kampfkünste ist. Bis ins 6.Jahrhundert wurde es hauptsächlich von der herrschenden Schicht praktiziert. Danach verbreitete es sich bis etwa im 12.Jahrhundert bis hinunter ins gemeine Volk. Nach dem 13.Jahrhundert begann die friedliche Periode in Koreas Historie und damit ging auch der Verfall von T`aekkyon als einer Kriegskunst einher. Aber es wurde weiterhin als ein Volksbrauchtum gepflegt. Nach der gewaltsamen Besetzung Koreas durch das Großjapanische Reich wurde T`aekkyon im Jahre 1920 verboten und verschwand fast vollständig. Aber 1983 verlieh die koreanische Regierung T`aekkyon den Status eines kulturellen Erbes und es ist seither gesetzlich geschützt. Glücklicherweise gab es damals eine Person, die T`aekkyon weiterüberlieferte, Song Tokki (1893-1987). Dank ihm konnte T`aekkyon bis in die heutige Zeit gerettet werden. 1984 begann sich T`aekkyon von der Hafenstadt Pusan aus zu popularisieren und seitdem konnten viele Meister herangezogen werden. 1990 schließlich gründete Lee Yong-bok (1948- ), ein direkter Schüler von Song Tokki und dessen Nachfolger Shin Hansung (1928-1987), die Korea T`aekkyon Association. Sie ist die Zentrale des heutigen T`aekkyon. Gegenwärtig gibt es 140 Trainingsstätten und an 100 Universitäten T`aekkyon-Clubs, welche aktiv an der Überlieferung von T`aekkyon mitwirken.
Kyolryon T`aekkyon
    Während des Tano-Festes (am 5. Mai nach dem Mondkalender) beenden die Bauern nach alter Tradition das Reispflanzen und bitten um gute Ernte. Der Festtag liegt kurz vor der heißen Sommerzeit. Die Frauen wuschen ihr Haar mit Iris und schaukelten, und die Männer brachten die Zuschauer durch das Spielen bäuerlicher Instrumente in Stimmung und begannen mit Ringwettkämpfen. Selbst in urbanen Gegenden, in denen keine Landwirtschaft betrieben wurde, waren die Bräuche des Tano-Festes weit verbreitet. Zum Beispiel wurde vorallem in der Hauptstadt Seoul "Kyolryon T`aekkyon" praktiziert, was landläufig unter dem Namen "Kyolryon T`ae" bekannt war. Dieses Spiel wurde 10 Tage vor oder nach dem Tano-Fest veranstaltet. Bei diesem T`aekkyon-Wettstreit traten zwei Mannschaften gegeneinander an, das Udae-Team, welches für den Inwang-Berg im Nordwesten Seouls stand, und das Araedae-Team, welches die Gegend um das Hungin- und Kwanghui-Tor repräsentierte.
Grundsätzliches zu den T`aekkyon-Techniken
    Allgemein wird gesagt, T`aekkyon sei dasselbe wie T`aekwondo, aber das ist nicht richtig. Beide unterscheiden sich nicht nur vom äußeren Erscheinungsbild her, sondern sind auch in ihren technischen Grundsätzen und der Art des Wettkampfes gänzlich verschieden. T`aekkyon bringt die körperliche Kraft zur Entfaltung mittels rhythmischer Bewegungen, die eine Harmonie zwischen dem Beugen und Strecken der Knie und der Elastizität der Hüfte erzeugen. Man tritt nach dem Gesicht und Körper des Gegners(aber nicht so steif, sondern ganz locker drückend) oder bringt ihn zu Fall, indem man seine Beine attackiert. Greift der Opponent seinerseits mit den Beinen an, so kann man diese auch mit den Händen ergreifen oder wegschlagen und ihn so zu Fall bringen. Es ist strikt verboten, empfindliche Stellen zu treten oder Angriffe zu starten mit dem Ziel, den Gegner zu verletzen. Die Regeln besagen weiterhin, daß während des Wettkampfes immer ein Bein nach vorne in die Nähe des Beins des Gegenübers gestellt werden muß. Um also Beinangriffe zu vermeiden, muß der Kämpfer fortlaufend seine Beinstellung ändern, was zum einzigartigen Stil des T`aekkyon führt. Bereits eine kleine Abweichung von den üblichen Techniken kann T`aekkyon zu einer gefährlichen Kampfart machen, mittels derer andere verwundet oder gar getötet werden können. Diese Art von T`aekkyon ist gesondert cberliefert.

    In T`aekkyon gibt es keine speziellen Abwehrtechniken. Wird man attackiert, reagiert man darauf, indem man einen Gegenangriff macht. Dabei steht aber stets die Sicherheit des Gegenübers an erster Stelle (wie bereits oben erwähnt). Diese Doppelseitigkeit entspricht dem Charakter der koreanischen Kultur, welche eine Harmonie bildet aus der Kultur der kriegerischen Völker aus dem Norden und der südlichen bäuerlichen Kultur, die eher auf gegenseitiges Wohlergehen abzielt. T`aekkyon birgt in sich eine Philosophie des harmonischen Zusammenlebens und Gedeihens, und kann somit zu Frieden und Wohlergehen der Menschen beitragen.


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